Hotelbar

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Auf einem runden, hellen Beistelltisch stehen ein großes Glas RotweinA und eine kleine KaraffeA mit weiterem RotweinA. Beide Gläser stehen auf weißen Servietten mit dem Aufdruck „Best Western Rewards“. Daneben ein kleines Glasschälchen mit NüssenA. Im Hintergrund liegt eine geschlossene SpeisekarteA oder Getränkekarte. Das warme Licht der Bar spiegelt sich im RotweinA und sorgt für eine gemütliche, fast intime Atmosphäre. Die Szene wirkt ruhig und entspannt – ein klassischer Ausklang eines langen Tages.

Am letzten Abend bin ich dann doch noch einmal in die Bar gegangen. Irgendwie gehört das dazu. Nach 16 Übernachtungen wollte ich diesen Aufenthalt nicht einfach still und leise beenden.

Ein Glas RotweinA, ein paar NüsseA – mehr braucht es manchmal nicht. Das warme Licht, die ruhige Atmosphäre, kaum noch Gäste. Genau der richtige Moment, um noch einmal an meinem Text für myEntdecker zu arbeiten. Während ich schrieb, spiegelte sich das Licht im Glas, und ich musste schmunzeln: Fünf Wochen REHA-Begleitung, 16 Nächte im Hotel, unzählige Spaziergänge durch den Kurpark – und doch fühlt sich der Abschied ein wenig wie der letzte Abend einer langen Reise an.

Hier habe ich geschrieben, beobachtet, nachgedacht. Zwischen Frühstücksraum, Kurpark, Schlosspark und Hotelbar ist Stück für Stück ein kleines digitales Tagebuch entstanden.

Nun trinke ich meinen RotweinA leer. Für heute reicht es. Aber die Geschichte von Bad Mergentheim ist noch nicht ganz zu Ende. Ein paar Bilder warten noch – und vielleicht auch noch die eine oder andere Erinnerung.

Der SesselA in der Hotelbar wirkt auf den ersten Blick gemütlich, doch beim genaueren Hinsehen zeigen sich deutliche Gebrauchsspuren. Die Sitzfläche ist stark abgenutzt: Der Stoff ist stellenweise aufgeraut, ausgedünnt und fleckig, an mehreren Stellen scheint das Material regelrecht „durchgesessen“. Besonders im vorderen Bereich ist der Verschleiß deutlich sichtbar. Rückenlehne und Armlehnen sind noch mit rotem Stoff bezogen, der farblich gut zum TeppichA passt, aber ebenfalls nicht mehr frisch wirkt. Der SesselA steht in einer Reihe ähnlicher Sitzmöbel, was darauf schließen lässt, dass diese stark frequentiert sind – vor allem in den Abendstunden der Bar.

Heute ist – zumindest vorerst – mein letzter Tag in Bad Mergentheim und im Parkhotel. Morgen hole ich nach fünf Wochen meine Frau aus der Reha ab. Für mich waren es insgesamt 16 Nächte in diesem Hotel, verteilt über mehrere Aufenthalte. Genug Zeit, um nicht nur Zimmer, Frühstück und Kurpark kennenzulernen, sondern auch die kleinen Details, die einem beim wiederholten Kommen auffallen.

Am letzten Abend saß ich noch einmal in der Bar. Ein Ort an dem ich 2 Mal war, ruhig, gedämpftes Licht, ein guter Platz zum Nachdenken und meine Eindrücke zu formulieren.

Und genau hier zeigt sich dann auch, was Zeit mit Dingen macht. Der SesselA, neben mir, erzählt seine eigene Geschichte. Viele Gäste vor mir, viele Gespräche, viele Abende – und eben auch deutliche Spuren der Nutzung.

Das ist keine böse Kritik, eher eine nüchterne Beobachtung. Gerade weil das Parkhotel zu den hochpreisigeren Häusern am Ort gehört, fallen solche Details stärker ins Auge. Es sind genau diese Kleinigkeiten, die am Ende entscheiden, ob ein Hotel nicht nur gut, sondern dauerhaft sehr gut wahrgenommen wird.

Trotzdem überwiegt heute ein anderes Gefühl: Abschluss. Fünf Wochen pendeln, Hotelaufenthalte, Reha-Besuche, Alltag zwischen Hoffnung, Routine und Warten. Morgen beginnt wieder ein neuer Abschnitt – zuhause, gemeinsam. Bad Mergentheim bleibt für mich ein Ort mit vielen Eindrücken, positiven wie kritischen. Und dieser abgenutzte SesselA in der Bar ist ein passendes Bild für den letzten Abend: ruhig, ehrlich, ein bisschen müde – aber mit Geschichte.

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-MT

Vielen Dank fürs Lesen!
#myEntdecker